Lungenentzündung - was bedeutet das eigentlich?

Unter einer Lungenentzündung (Pneumonie) versteht man eine Entzündung des Lungengewebes oder der Lungenbläschen. Ist dadurch die Atmung beeinträchtigt, kann das zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. Deshalb fürchten viele Menschen zu Recht, an einer Lungenentzündung zu erkranken.

Lungenentzündung

Wie bekommt man eine Lungenentzündung?

In Deutschland erkranken Schätzungen zufolge jedes Jahr bis zu 680.000 Menschen an einer ambulant erworbenen Lungenentzündung.* Knapp ein Drittel von ihnen muss zur Behandlung in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Auslöser können Bakterien, Viren und Pilze sein. In den meisten Fällen ist eine Lungenentzündung jedoch auf eine Infektion mit Bakterien zurückzuführen. Sie sind für die Hälfte aller Krankheitsfälle verantwortlich.

Auch gesunde Menschen können Pneumokokken weitergeben. Ein intaktes Immunsystem hält die Bakterien in der Regel in Schach. Problematisch wird es erst, wenn unsere Abwehrkräfte geschwächt sind. Deshalb erkranken auch viel mehr Menschen im Winter an einer Lungenentzündung als im Sommer.

40 Prozent Pneumokokken

Rund 40 bis 50 Prozent der ambulant erworbenen Lungenentzündungen werden durch Pneumokokken verursacht. Übertragen werden Pneumokokken durch Tröpfcheninfektion – also ganz leicht durch Hautkontakt, Husten, Niesen oder Küssen.

* Davon zu unterscheiden sind die Fälle, in denen sich Patienten bei einem Krankenhausaufenthalt mit Bakterien oder Viren infizieren und auf diesem Wege eine Lungenentzündung bekommen.

Wie kann ich eine Infektion vermeiden?

  • Da Pneumokokken durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, helfen einfache Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, einer Infektion vorzubeugen.
  • Erkrankte sollten auch deshalb zu Hause bleiben, um die Keime nicht weiterzuverbreiten.
  • Eine Stärkung des Immunsystems hilft generell, mit Infektionen besser fertig zu werden.

Welche Krankheitssymptome treten auf?

Typische Symptome

  • Husten mit Auswurf
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Atemnot
  • Schmerzen beim Atmen
  • Krankheitsgefühl
  • Gliederschmerzen
  • Schwäche

Erwachsene

Zu Beginn der Erkrankung fühlen sich die Betroffenen häufig schwach und müde. Kommen Fieber, Schüttelfrost, Atemnot, Husten mit Auswurf und ein insgesamt starkes Krankheitsgefühl hinzu, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um eine schwere Lungenentzündung handelt.

Kinder

Bei Kindern macht sich eine Lungenentzündung häufig anders bemerkbar als bei Erwachsenen. So lassen ein aufgeblähter Bauch und Kopf- und Gliederschmerzen auf den ersten Blick nicht unbedingt eine Lungenentzündung vermuten. Und da auch ganz normale Erkältungen bei Kindern häufig mit Fieber einhergehen, ist das für viele Eltern ebenfalls kein Alarmsignal. Diese Symptome in Kombination mit Appetitlosigkeit, starkem Husten und allgemeinem Unwohlsein sollten jedoch ernst genommen werden.

Ältere Menschen

Im Alter treten die für Erwachsene typischen Symptome seltener auf, was die Diagnose erschwert. Hier zeigt sich eine Lungenentzündung oft nur mit wenig Husten und kaum erhöhter Temperatur, dafür kann es passieren, dass ältere Menschen rapide abnehmen, immer schwächer werden und sogar in eine Art Dämmerzustand verfallen. Die Symptome der Atemnot sind bei vielen älteren Menschen stärker ausgeprägt, weil die Leistungsfähigkeit der Lunge im Alter ohnehin herabgesetzt ist.

ACHTUNG: Eine verschleppte Lungenentzündung ist gefährlich! Suchen Sie beim ersten Anzeichen einer Erkrankung Ihren Arzt auf.

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